Omni-Blues-Band with very special guest Frank Diez in Würzburg und Schweinfurt - März 2015!

(pic: Peter Schönberger)
(pic: Peter Schönberger)

 

 

 




Der in Berlin geborene Frank Diez begann seine illustre musikalische Karriere in den 1960er Jahren und ist wohl der einzige deutsche Gitarrist, der mit Jimi Hendrix, Chuck Berry und Little Richard gespielt hat. Als Mitglied vieler deutscher Bands der ersten Stunde – unter anderem Ihre Kinder, Karthago, Emergency, Atlantis, Snowball, Konstantin Wecker, aber auch internationaler Künstler, wie Giorgio Moroder, Miller Anderson, Paul Vincent, Donna Summer, Maggie Bell und viele andere namhafte Künstler – war Diez ein Wegbereiter der Rockmusik in Deutschland. Zudem war er Gründungsmitglied und Produzent der Peter Maffay Band und 30 Jahre lang kongenialer Partner des erfolgreichen Sängers im deutschsprachigen Raum.


Ein wahrlich abenteuerliches Musiker-Leben, um eine locker 1000 seitige und lesenswerte Biografie zu füllen. Dem Schreiben dessen steht jedoch die unermüdliche und rege Beteiligung in der Musikszene des 64-jährigen Bluesliebhabers entgegen. Es fehlen einfach noch die zukünftigen Ereignisse und Geschichten, die unsereins nie erleben wird und auf die man gespannt sein darf.  


"If I play the Blues'...dann geht es mir danach einfach gut", äußert Diez in

einem Interview und dies ist bei dem international wie national gefragten

Gitarristen stets zu spüren. Ob mit Colin Hodgkinson, mit dem er 2000 Konzerte

in den letzten Jahren bestritt oder mit dem Lake-Gitarrist Alex Conti, mit

dem er die "Berlin-Blues" Scheibe aufnahm, er wählt bewusst die

Menschen, mit denen er den Blues leben und zelebrieren kann.


Das freut die in Unterfranken beliebte Omni-Blues Band, denn die lud bereits 2010 den charmanten Frank Diez zu einem Konzert in den bereits Wochen vorher ausverkauften Omnibus nach Würzburg ein. Das Publikum fühlte sich nicht nur durch sein gefühlvolles Spiel verzaubert, sondern lauschte auch gespannt seinen schillernden Erlebnissen, die sein bewegtes Leben so schrieb.

 

2015 begeben sich die Omni-Blueser mit ihrem Ehrengast Frank Diez auf ein Doppelkonzert nach Schweinfurt und Würzburg. Eine rechtzeitige Reservierung ist dringend angezeigt, denn Frank Diez schreibt Blues-und Rockgeschichte, egal, wo er sich auf dem Erdball befindet. 

Wir bestritten 2 Konzerte mit Frank Diez und Marquis de Shoelch am 13. und am 14. März 2015. Es waren zwei Highlights in der Disharmonie in Schweinfurt und im Blauen Adler in Würzburg!

Danke an alle, die zu Gast waren!

 

 

Herzlichen Dank für die schönen Bilder an Gerald Langer!

http://music-on-net.de/Archive/634

 

Nachbericht von Gerald Langer

Blues Satt

Würzburg (music-on-net; von Gerald Langer) 
Die Omni-Blues-Band – eine Würzburger Institution – lädt ein. Nicht nur geneigtes Publikum, sondern auch zwei Musiker, die nicht zum regulären Line-Up der Band gehören.Da wäre zum einen Marquis de Shoelch, der heute Abend die Position an den Tasten von Achim Gössl übernimmt, zum anderen eine deutsche Gitarrenlegende – Frank Diez.


Damit ist der Abend natürlich über die Musik hinaus mit geprägt von Anekdoten aus dessen fast 50-jährigen Musikerleben. Die Begegnungen von Frank Diez, unter anderem mit Klaus Kinski, Jimi Hendrix und Chuck Berry lassen die Augen und Ohren der Zuhörerinnen und Zuhörer – geschätzter Altersdurchschnitt irgendwo in der Nahe des Renten- und Pensionsalters – größer und größer werden.

Die Geschichten werden dabei sympathisch erzählt und nehmen so die für das Jahr 2015 angekündigte Autobiografie von Frank Diez zumindest episodenhaft vorweg.

Der Abend ist eine Herausforderung nicht nur für die Band, sondern auch für das Publikum. Es geht verdammt eng zu, die Luft kann man schneiden. Einmal einen Platz gefunden, kann man die Position nicht so ohne weiteres verändern. “Stühle raus”, eine Empfehlung des Hausherrn, funktioniert nun nicht mehr. Man arrangiert sich.

Das musikalische Programm lässt das eine oder andere Wehwehchen, jeden Schweisstropfen vergessen. Einige im Publikum gehen hier sicherlich an eigene konditionelle Grenzen. Die Band wächst während dessen über sich hinaus.Blues-Klassiker, wie Can’t Find My Way Home, Before You Accuse Me und viele andere mehr werden derartig packend präsentiert, dass man sich an keiner Stelle doch lieber das Original wünscht.


Sehr stark die Interpretation von Jack Bruce’s Politician und Jimi Hendrix’s Voodoo Chile und – als Zugabe nach fast drei Stunden Musik – ein gefühlvolles All Along The Watchtower.


Die Band harmoniert bestens – es wird superb zusammengespielt. Gleichzeitig gibt man sich den nötigen Raum für Improvisationen.Betörend! Im Raum Würzburg fanden heute andere musikalische Veranstaltungen auch statt. Ich war im Blauen Adler bestens “verräumt”.


Eine Anmerkung gestatte ich mir dennoch. Ich hatte regelrecht Angst vor dem üblichen Bühnenhintergrund im Blauen Adler. Als ich beim Betreten den dunklen Vorhang gesehen habe, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen – herzlichen Dank auch dafür!


Nun muss ich nur noch einen möglichst kurzen Weg vom Parkplatz zum Blauen Adler finden.


Line-up: Linda Schmelzer (vocals) Mike Viertel (guitar) Joui Lang (bass) Gunnar Olsen (drums)


featuring Marquis de Shoelch (organ, piano) & Frank Diez (guitar)